Was ist Tango-Therapie? 

Tango Argentino ist nicht nur ein Tanz, sondern ein Abenteuer;  Improvisation ohne vorgegebene Schritte, bei der man ständig gefordert ist, sich im Dialog mit anderen weiterzuentwickeln und dadurch sich selbst näher kommt. Die bewegende Musik hilft augenblicklich dabei, Belastendes loszulassen und hebt den Moment auf eine andere Ebene. Tangoklänge wecken Emotionen - und wir lernen leichter, wenn mit Inhalten positive Gefühle verknüpft werden. Die Musik gleicht hier einem Lern-Anker für das Gehirn. 

Dieses Prinzip macht sich die Tango-Therapie zunutze, um Entwicklungsprozesse im motorischen und kognitiven Bereich anzustoßen. Neuro-motorische Vorübungen und Elemente der Kinesiologie sorgen dafür, dass das Lernen und Wieder-Erlernen genau dort ansetzt, wo die Probleme beginnen - im Gehirn. Die Einheiten starten im Sitzen mit Aktivitäten aus der Lernpsychologie und gehen danach  über zu Sprech- und Taktübungen, die im Rhythmus der Musik ausgeführt werden. Nachdem das Gehirn bestens aktiviert wurde, folgen die Bewegungsmuster der "tango-tools", zuerst alleine und dann mit Partner. Es muss nicht unbedingt ein Übungspartner mitgebracht werden, die Paare -je nach Gruppenzusammensetzung auch zwei Damen oder zwei Herren - finden im Kurs zueinander und praktizieren gemeinsam! 


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Über das  Konzept 

Das Neurotango ®-Konzept wurde von Simone Schlafhorst in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern und Psychologen entwickelt. Neurotango ® ist ein ganzheitliches Training, das Übungen im sprachlichen, rhythmischen und motorischen Bereich umfasst - gleich einem "High Intensity-Training" für das Gehirn. Geübt wird stets im Takt wunderschöner Tangos - einzeln sowie paarweise. Dabei sind keine Tanz-Vorkenntnisse und kein besonderes Schuhwerk nötig  - die Bewegungsmuster sind zwar dem argentinischen Tango entnommen, jedoch stark vereinfacht und für jeden erlernbar. 


Neurotango®  wird bereits sehr erfolgreich auf vielen Gebieten praktiziert. Bemerkenswerte Ergebnisse lassen sich im Bereich der Parkinson-Erkrankung verzeichnen. Die Therapieform wird unter anderem auch für die Verbesserung der Mobilität bei Senioren, bei beginnender Demenz, nach Schlaganfällen oder bei MS eingesetzt. Im Bereich sozialer und psychischer Probleme sind Depressionen, Verlust- und Trauerbewältigung, Burnout oder Sozialphobie nur ein Auszug der möglichen Anwendungsfelder. Die Therapiestunden finden vorzugsweise in der Gruppe statt, um auch von den sozialen Aspekten des Trainings bestmöglich zu profitieren!